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Gastbeitrag

Booster oder doch lieber Kartoffelsalat mit Wienerli?

In vier Wochen ist Weihnachten. Normalerweise liebe ich die Advents- und Weihnachtszeit, das Schmücken meiner Wohnung, das «Guätzlibacken» und das Kochen. Dieses Jahr ist aber alles anders.

Kati Schepis am 25. November 2021

Denke ich momentan an Weihnachten, beschleicht mich aus diversen privaten Gründen, aber auch wegen der generell bedrückenden Weltsituation ein trauriges Gefühl.

Wird auch über uns pünktlich eine Woche vor Weihnachten der nächste Lockdown verhängt? Dürfen «Ungeimpfte» allenfalls gar keine Weihnachtsgeschenke mehr shoppen, sondern nur noch Lebensmittel für das Weihnachtsmenu einkaufen? Dürfen wir Weihnachten zu fünft oder zehnt inklusive oder exklusive Kinder feiern? Plante ich jetzt nach meiner aktuellen Stimmung das Weihnachtsmenu würde ich wohl einfach Kartoffelsalat mit Wienerli auftischen.

Die Zeit, in der wir tagtäglich mit frustrierenden, angsteinflössenden, offensichtlich unwahren Nachrichten zugeschüttet werden scheint schon ewig lange. Die «COVID-Impfung» wurde uns von Anfang an als allein «seligmachende» Lösung und einziger Ausweg aus der «Pandemie» verkauft. Seit kurzer Zeit ist der «Booster» für alle Erwachsenen zugelassen. Die Entscheidung, die «Boosterimpfung» für alle zuzulassen, scheint der Zulassungsbehörde nicht ganz einfach gefallen zu sein. Dies scheint verständlich, zumal der «Booster» ganz einfach die 3. Dosis einer mRNA-Therapie ist, die bei genauem Hinschauen noch in keiner prospektiven Studie einen relevanten Nutzen gezeigt hat. [1] Wie sieht es denn betreffend Datengrundlage hinsichtlich des «Boosters» aus? Konsultiert man den dazugehörigen Arzneimitteltext auf www.swissmedicinfo.ch, verwirrt dieser in einem Ausmass, dass es einem schwindling wird. In der Rubrik «Klinische Wirksamkeit» steht dort zum «Booster» geschrieben:

Schepis

Irgendwie erinnert mich der Text an die Menukarte eines «Nouvelle Cuisine»-Restaurants. Wenn dieses so ein prophanes Menu wie «Kartoffelsalat mit Wienerli» anbieten würde, stünde dort wohl «Salade de pommes de terre aux saucisses» geschrieben. Dies klingt doch gleich schon viel besser, oder nicht?

Wie könnte man den nicht nur für Laien schwer verständlichen Text der Fachinformation umgekehrt in eine einfachere «Non-Nouvelle Cuisine»-Sprache übersetzen? Zu Deutsch könnte man wohl schlicht sagen, dass beobachtet wurde, dass Studienteilnehmer nach dem «Booster» eine Immunantwort generiert haben. Nur: Inwieweit soll dies eine Wirksamkeit belegen? Normalerweise wird ein Arzneimittel zugelassen, wenn es seine Effektivität basierend auf sogenannten «harten klinischen Endpunkten» bewiesen hat. In der Vergangenheit wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, ein Antikoagulans (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung) zuzulassen, nur weil es gezeigt hat, dass es bestimmte Gerinnungsfaktoren hemmt. Selbstverständlich musste für eine Marktzulassung gezeigt werden, dass es klinische Ereignisse wie Schlaganfälle, Thrombosen oder Embolien in einem relevanten Ausmass reduziert. Saubere Wissenschaft ist einfach und nicht kompliziert. Wenn Ergebnisse und ihre Publikationen mit einer ausgeklügelten Statistik und unverständlichem Fachvokabular «aufgeblasen» werden müssen, sollten wir kritisch hinschauen und hinterfragen, wieso dies nötig ist.

Für mich als Naturwissenschaftlerin und jemand, der gerne gut isst, sind zwei Dinge klar:

1. Weder für Kartoffelsalat mit Wienerli, noch für ein exklusives «Nouvelle-Cuisine»-Menu, noch durch einen Lockdown für «Ungeimpfte» würde ich mich zu einer offensichtlich unwirksamen, unsicheren und unnötigen mRNA-Therapie bewegen lassen. [1,2]

2. Noch nie wurde so unmedizinisch und unwissenschaftlich agiert wie zu «Corona-Zeiten».

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern trotz allem eine besinnliche und erhellende Adventszeit, möglichst im Kreise von Gleichgesinnten!

[1] https://aletheia-scimed.ch/ALETHEIA-Medienkonferenz-vom-Freitag-12-November-2021

[2] https://off-guardian.org/2021/09/22/30-facts-you-need-to-know-your-covid-cribsheet/

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Autor/in
Kati Schepis

Kati Schepis hat an der ETH Zürich Pharmazie studiert und arbeitet seit über zehn Jahren in der Pharmaindustrie.

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