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Projekt stösst auf positives Echo

Erfolg für Heilige Wiborada

Das Wiborada Projekt um die vergessene Heilige schlug auch 2022 grosse Wellen. Fünf Inklusinnen lebten für eine Woche in der Zelle an der Kirche St. Mangen, zahlreiche Schulklassen besuchten den Ort.

Die Ostschweiz am 04. Oktober 2022

Knapp 400 Menschen blieben vor dem Fenster der Zelle stehen und holten sich dort Rat. Im zweiten Wiboradajahr wurde zudem ein Kunstwerk realisiert und ein Buch über die erste Frau, die vom Papst heilig gesprochen wurde geschrieben. 2023 folgen weitere Projekte rund um die Stadtheilige.

Das ökumenische Team um die Theologin Hildegard Aepli hat unlängst entschieden, dass das Projekt bis 2026 weiter geführt werden soll. Dann jährt sich nämlich der Todestag von Wiborada zum 1100 Mal. Bis dahin sind nun verschiedene Anlässe geplant.

Retterin der Stiftsbibliothek

Wiborada lebte als Inklusin in St. Gallen und wurde während des Überfalls der Ungaren am 1. Mai 926 tödlich verletzt. Dank ihrer weisen Voraussicht konnte der St. Galler Klosterschatz, darunter auch kostbare Manuskripte der heutigen Stiftsbibliothek, in Sicherheit gebracht werden.

Sie war die erste Frau, welche 1047 vom Papst Clemens II heilig gesprochen wurde. Die Heilige geriet daraufhin in der patriarchischen Gesellschaft immer mehr in Vergessenheit. Erst 2021 erweckte die Theologin und Seelsorgerin Hildegard Aepli Wiborada wieder zum Leben.

Es gab zuvor zwar auch immer wieder Projekte, die Wiborada thematisierten, aber diese erlangten nie die bleibende Aufmerksamkeit, die sie verdient hätte. Hildegard Aepli und ihr Team wollten aber Wiboradas Geschichte der breiten Öffentlichkeit bekannt machen.

Bilanz kann sich sehen lassen

Auch der zweite Durchgang von Wiborada war fünf Wochen voller Besuche, Gebete und Veranstaltungen. Während diesen Wochen lebten fünf Frauen in der neu errichteten Zelle in St. Mangen. Zuvor verbrachten zwei Personen als Eremos eine Woche in der Zelle, privat und ohne öffentliche Aufgabe. Die mobile Wiborada wurde an vier Orte eingeladen und beherbergt.

Geschichte der Stadtheiligen bei Schulen beliebt

Im letzten Jahr besuchten fast 300 Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen aus 35 Schulklassen die Wiboradazelle in St. Gallen, 19 Führungen wurden durchgeführt. 54 Mitwirkende waren an den musikalischen «klanghalt»-Gebetszeiten beteiligt und knapp 400 Menschen kamen ans Fenster der Wiborada-Zelle.

Möglich gemacht wurde dies wieder dank unzähligen Stunden Freiwilligenarbeit, welche ins Projekt Wiborada investiert wurde.

Wiborada 2023 in den Startlöchern

Auch im nächsten Jahr sind wieder verschiedene Veranstaltungen rund um die vergessene Heilige geplant. Die Ausschreibung für die Inklus*innen steht. Es können sich wieder Menschen melden, welche sich für eine Woche in die Zelle einschliessen lassen möchten. Weitere Infos sind auch auf www.wiborada2023.ch zu finden.

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