Der Wahlvorschlag für Patrick Ziltener (Grüne) für den Ständerat liegt längst bei der Staatskanzlei. Nun durfte auch die Basis noch Ja sagen.
Einer gewissen Komik entbehrt es nicht. Am Freitag, 11. Januar 2019 war Torschluss für die Eingabe von Wahlvorschlägen für die Ständerats-Ersatzwahl. Zwar kann am 10. März auch ein beliebiger Name auf die leere Linie der Stimmunterlagen gekritzelt werden. Aber namentlich aufgeführt sind nur Kandidaten, welche die Bedingungen erfüllen und bis zum genannten Datum eingereicht wurden.
Darunter ist auch Patrick Ziltener, Kandidat der Grünen. Der Kantonalvorstand der Partei hatte ihn nominiert, der Wahlvorschlag wurde fristgerecht eingegeben.
Und vier Tage später, am Dienstag, 15. Januar 2019 wurden nun die Mitglieder der Grünen Kantonalpartei befragt, was sie davon halten. Die Nomination des Kantonalvorstands sei mit 30 zu 0 Stimmen und ohne Enthaltung bestätigt worden, schreibt Parteipräsident Thomas Schwager in einer Mitteilung.
Das ist ein Glücksfall. Denn was, wenn die Basis dem Kandidaten des Kantonalvorstands die Gefolgschaft versagt hätte? Auf den Wahlunterlagen ist Patrick Ziltener als Kandidat festgehalten, und zwar als derjenige der Grünen.
Aber offenbar war man optimistisch genug in diesem Fall und konnte es sich leisten, die offizielle Bestätigung der Kandidatur auf einen Termin nach Einreicheschluss der Wahlvorschläge zu legen.
Stefan Millius (*1972) ist freischaffender Journalist.
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