In dieser Serie stellen wir Ihnen unsere Gastautorinnen und -autoren vor. Rolf Bolt (*1960) aus Paspels ist Krisen-, Veränderungs- und Genesungsbegleiter. Seine bevorzugten Themen: «Das Corona-Thema sowie der politische und menschliche Umgang damit stehen bislang im Vordergrund.»
Hobbys: Wandern, Instrumentalmusik, Lesen, Texten, Begegnungen, Spiritualität, Philosophieren
Über welche Themen schreiben Sie bevorzugt auf dieostschweiz.ch?
Das ‘Corona’-Thema sowie der politische und menschliche Umgang damit stehen bislang im Vordergrund und ist auch der Auslöser, weshalb ich mit dem Schreiben angefangen habe. Wenn das Theater aber einmal vorbei ist, bin ich nicht traurig. Ich hab noch zahlreiche weitere Themen, über die ich schreiben kann, bis mir die Ohren wackeln. ‘Mensch und Arbeit’ ist ein grosser Themenbereich, ebenso wie ‘Bildung’, ‘Gesundheit/Krankheit’, ‘Umgang mit Krisen und Veränderungen’, ‘Beziehungsfreundliche Kommunikation’, ‘Das Leben’ generell (im Sinne von: wer sind wir und für was sind wir überhaupt da?) und viele weitere.
Was ist Ihnen besonders wichtig? Möchten Sie eine Botschaft übermitteln, zum Nachdenken anregen? Aufrütteln?
Es geht mir schon stark darum, verschiedene, sonst nicht so im Fokus stehende Aspekte eines Themas zu beleuchten. Das ermöglicht es den Lesern, mehr Zusammenhänge herzustellen, ein grösseres Bild zu erhalten, bestehende Vorgänge erklärbar zu machen. Und ja, natürlich möchte ich damit Botschaften übermitteln, zum Nachdenken einladen und manchmal anregen, gewohnte Pfade zu verlassen sowie ermutigen, Neues auszuprobieren oder mal die Perspektive zu verändern.
Fällt Ihnen das Verfassen eines Textes grundsätzlich leicht oder bedeutet es mitunter auch Stress?
Grundsätzlich fällt mir das Schreiben leicht. Manchmal kommt’s grad innerhalb von 2-3 Stunden aus einem Guss und andere Male braucht es mehrere Tage, bis der Text für mich ‘rund’ und stimmig ist. Stress? Ja, Eustress ganz oft.
Gehen Sie mit einer klaren Strategie an die Texterstellung heran?
Nicht wirklich. Ich folge einem inneren, intuitiven Impuls und der Text fliesst dann fast automatisch in die Tastatur hinein, so wie mir der Schnabel gewachsen ist. Beim Feintuning ist es mir dann aber schon wichtig, eine oder mehrere bleibende Aussagen für die Leserinnen und Leser deutlich herauszuschälen. Wichtig ist mir auch, dass der Humor nicht zu kurz kommt, auch wenn er zuweilen ironisch oder gar zynisch gefärbt ist. Ich arbeite dabei gerne in einer Bildersprache, überzeichne manchmal Situationen bis zu einem Punkt, an welchem sie zum Lachen führen. Das löst Stress und innere Blockaden.
Ist Druck – bsp. ein Abgabetermin – förderlich für Sie?
Nein. Ich bin ein intuitiver Schreiber und gerne frei. Auf Kommando bzw. einen Fixtermin zu schreiben, würde meine Kreativität und die Qualität meiner Texte empfindlich einschränken.
Über welches Feedback haben Sie sich bisher besonders gefreut?
Das Kompliment vom Chefredaktor, dass meine Beiträge gut und gerne gelesen werden, hat mich sehr gefreut. Und natürlich all die vielen grossartigen Rückmeldungen, die ich von den Leserinnen und Lesern bekommen habe, teilweise sogar weit über die Landesgrenzen hinweg. Das ist überwältigend und berührend. Herzlichen Dank dafür.
Marcel Baumgartner (*1979) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».
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