Die Grünen von Stadt und Region St.Gallen steigen mit 15 Kandidatinnen und 14 Kandidaten in die Kantonsratswahlen 2024. Die Mitglieder der Kreispartei haben am Samstag im Botanischen Garten in St.Gallen die Wahlliste ohne Gegenstimmen verabschiedet.
Die Grünen Stadt und Region St.Gallen haben bei den Nationalratswahlen vom Oktober 2023 im Vergleich zu 2019 auch im Wahlkreis St.Gallen 1.6% Stimmenanteil verloren. Mit 11.8% Wähleranteil ist das Ergebnis aber immer noch höher als bei den Kantonsratswahlen von 2020 (10.2%). Deshalb steigt die Kreispartei motiviert in den Wahlkampf für die Kantonsratswahlen 2024. «Die Grünen sind die kompetente und konsequente Umweltpartei, aber auch die Partei der liberalen Grundrechte, der sozialen Verantwortung und der Lebensqualität», sagte Christian Huber, Präsident der Grünen Stadt und Region St.Gallen, am Samstagnachmittag an der Nominationsversammlung im Botanischen Garten. «Der vergangene Sommer brachte weltweit erneut neue Rekordtemperaturen, das Jahr 2023 dürfte global mit Abstand das heisseste Jahr werden. Auch im Kanton St.Gallen braucht es daher endlich griffige Klimaschutzmassnahmen, um unsere Klimaziele zu erreichen. Das Ziel ist es, den Wähler:innenanteil von 2020 von 10.2 Prozent zu steigern und im Wahlkreis St.Gallen einen vierten Sitz zu gewinnen», so Huber.
Die Grünen Stadt und Region steigen mit einer Liste mit 15 Kandidatinnen und 14 Kandidaten in den Wahlkampf. Die Liste wird angeführt von Margot Benz (St.Gallen, bisher) und Regierungsratskandidat Daniel Bosshard (St.Gallen, bisher). Mit Ladina Bischof (Gaiserwald, neu) und Rebekka Schmid (St.Gallen, neu) setzen die Grünen zwei Nachwuchspolitikerinnen der Jungen Grünen auf die Plätze 3 und 5 der Hauptliste. «Ein Parlament sollte die Gesamtbevölkerung möglichst gut repräsentieren. Aktuell sind die unter 30-jährigen Personen und gerade junge Frauen stark untervertreten. Mit Ladina Bischof, 24-jährige Co-Präsidentin der Jungen Grünen, und der 26-jährigen Rebekka Schmid, seit Januar 2021 Stadtparlamentarierin in St.Gallen möchten wir der jungen Bevölkerung im Kantonsrat ebenfalls eine Stimme geben», begründete Christian Huber an der Nominationsversammlung der Vorschlag des Gesamtvorstandes. Auf Platz 4 vervollständigt mit Jeyakumar Thurairajah ein ausgebildeter Pflegefachmann HF aus dem Kantonsspital St.Gallen das Spitzenquintett. Thurairajah ist 1988 vom Bürgerkrieg in Sri Lanka in die Schweiz geflüchtet und politisiert seit über sieben Jahren im Stadtparlament St.Gallen für die GRÜNEN. «Jeyakumar Thurairajah kennt die Lebensrealität aus zwei Bereichen, über die im Kantonsparlament häufig diskutiert wird, persönlich: Einerseits jene von Personen, die im Kanton St.Gallen Schutz und Frieden suchen, andererseits jene von Arbeitenden im Pflegedienst, über die der Kantonsrat mit seiner Spitalpolitik in den letzten Jahren häufig diskutiert hat».
Nicht mehr zur Wahl antreten wird Thomas Schwager. Schwager rutschte 2015 für Franziska Wenk in den Kantonsrat nach. Zuvor sass er bereits für über zehn Jahre im St.Galler Stadtparlament. «Nach bald 20 Jahren ist die Zeit gekommen, im Parlament jüngeren Kräften Platz zu machen», erklärte Schwager seinen Entscheid an der Nominationsversammlung. Unter Schwagers Führung als Kantonalpräsident gelang es den GRÜNEN bei den Nationalratswahlen 2019 mit Franziska Ryser den verlorenen Sitz von 2015 zurückzuerobern. Schwager wird sich in Zukunft ganz auf seine Aufgabe als Geschäftsleiter des Mieterinnen- und Mieterverbands Ostschweiz konzentrieren.
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