Drei Windkraftanlagen sollen in Krinau im Toggenburg entstehen. Dagegen wehrt sich der Verein «Äpligegenwind». Zusammen mit «Freie Landschaft Schweiz» hat der Verein eine verfilmte Visualisierung des Projekts realisiert. Es soll dessen Dimensionen aufzeigen.
Projekte rund um die Windkraft stossen oft auf, pardon für das Wortspiel, Gegenwind. Denn wenn Windkraftanlagen eines nicht sind, dann besonders diskret. Gleichzeitig müssen sie dort errichtet werden, wo die Voraussetzungen stimmen. Neben Wind gehört auch viel Platz dazu. Und da trifft es nicht selten idyllische Flecken.
So auch beim entsprechenden Projekt im toggenburgischen Krinau. Die Windkraftanlagen, drei an der Zahl und über 200 Meter hoch, sollen dort auf dem «Älpli» zu stehen kommen. Der Verein «Äpli-Gegenwind» wehrt sich dagegen. Aus Sicht der Mitglieder würde damit Lebensraum zerstört und die Landschaft verschandelt. Zudem handle es sich sich um ein beliebtes Urlaubs- und Erholungsgebiet handelt. «Der Standort ist nicht geeignet für Windenergie, denn der Schaden steht in keinem Verhältnis zur geringfügigen Stromproduktion», heisst es auf der Webseite des Vereins.
Aus Sicht des Vereins kämen die Anlagen auch «viel zu nahe an Wohnbauten» zu stehen und gefährdeten die Gesundheit der Anwohner. Die Effekte von Infraschall auf den Menschen seien mittlerweile gut untersucht und nachweisbar. Gleichzeitig wird betont, man sei nicht prinzipiell gegen die Windkraft, solange diese genug Distanz zu Häusern, Menschen und Tieren hätten.
Um dem Widerstand zusätzlichen Auftrieb zu geben, hat der Verein nun zusammen mit «Freie Landschaft Schweiz» einen Videoclip produziert, der die geplanten Anlagen visualisiert in den Raum stellt.
Hinter dem Projekt im Gebiet Krinau stehen die Thurwerke AG und die Groupe E Greenwatt AG. Der Zeitplan sieht vor, 2022 eine Baubewilligung zu erhalten, sobald die Beschwerden bereinigt sind, 2023 könnte dann mit dem Bau begonnen werden. Der Richtplan, eine erste Hürde, wurde bereits 2018 von den betroffenen Gemeinden Mosnang und Wattwil genehmigt.
Stefan Millius (*1972) ist freischaffender Journalist.
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