«Die 13. AHV-Rente ist eine Gefahr für die finanzielle Nachhaltigkeit der AHV und den Generationenvertrag.» Sie begünstige die Vermögenden und belaste die Familien und Erwerbstätigen: Unsere Gastautorin erklärt, warum sie dagegen ist.
Eine 13. Rente bringt die finanzielle Nachhaltigkeit der AHV in Gefahr. Berechnungen zeigen auf, dass bereits ab 2026 ein negatives Umlageergebnis eintreten wird.
Das bringt die AHV langfristig finanziell an den Rand des Ruins. Bis zum Jahr 2050 häuft sich der enorme Schuldenberg von 115 Milliarden Franken an. Diese Entwicklung torpediert den Generationenvertrag, da die finanziellen Lasten auf unsere Kinder und Enkel abgeschoben werden.
Einkommensungleichheit wird grösser statt kleiner
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Verteilungsprinzip der 13. AHV-Rente. Es ist unfair und unsozial, da der Grossteil der zusätzlichen Gelder an vermögende Rentnerinnen und Rentner fliesst. Resultat: Die Einkommensungleichheit wird grösser statt kleiner, was das eigentliche Ziel einer solidarischen Rentenpolitik sein sollte.
Darüber hinaus hat die Einführung der 13. AHV-Rente direkte Auswirkungen auf die finanzielle Belastung von Familien und Erwerbstätigen. Bereits am 1. Januar 2024 wurde die Mehrwertsteuer zugunsten der AHV-Finanzierung angehoben.
Familien würden hart getroffen
Eine Annahme der 13. AHV-Rente würde voraussichtlich zu weiteren Erhöhungen der Mehrwertsteuer und Lohnbeiträgen führen. Diese Mehrkosten würden wiederum Familien hart treffen, die bereits mit steigenden Lebenshaltungs- und anderen Kosten zu kämpfen haben.
Deshalb sage ich klar Nein zur 13. AHV-Rente. Ich bin für eine nachhaltigere Rentenpolitik, die Sorge trägt zum Generationenvertrag und die langfristige Stabilität der AHV gewährleistet, ohne die Rechnung den kommenden Generationen zu präsentieren.
(Bild: Archiv)
Monika Scherrer ist Kantonsrätin der St.Galler Mitte-Partei, ehemalige Gemeindepräsidentin von Degersheim und Kauffrau.
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