Berufe in der Pflege und im Betriebsunterhalt haben Zukunftspotenzial: Das möchten die Branchenvertreter Miriam Frei, Werner Wildhaber und Emidio Leone am Berufsevent von «Chance Industrie Rheintal» (CIR) unter Beweis stellen.
«Dem Fachkräftemangel entgegenwirken und Schulabgängern mit handwerklichem Geschick eine vielfältige Lehre bieten»: So beschreibt Emidio Leone die Ziele des Schweizerischen Fachverbands für Betriebsunterhalt. Leone, der für die Bauverwaltung in St. Margrethen arbeitet, ist Vorstandsmitglied in der Sektion Zürich. Sein Verband wirkt in diesem Jahr erstmals am Berufsevent von Chance Industrie Rheintal mit. Dasselbe gilt für die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (SRRWS) und die Kliniken Valens, die gemeinsam die Pflegeberufe vorstellen werden. Werner Wildhaber, Ausbildungsverantwortlicher bei SRRWS und Miriam Frei, Ausbildungsverantwortliche bei den Kliniken Valens betonen: «Wir möchten aufzeigen, dass man attraktive Berufe im Gesundheitswesen bei uns in der Region erlernen kann.»
Rekrutierung gestaltet sich schwierig
Erfreulicherweise verzeichneten die Kliniken in der Region aktuell viele Anfragen für Schnupperlehren und Bewerbungen, betont Werner Wildhaber. Anders sieht es in der Betriebsunterhaltsbranche aus, sagt Emidio Leone: «In den ländlichen Regionen ist es schwierig, geeignete Lernende zu rekrutieren.» Handwerksberufe wie Schreiner oder Zimmermann seien hier schlicht bekannter und hätten deshalb grösseren Zulauf. Aus diesem Grund müsse der Fachverband viele Arbeitskräfte aus anderen Bereichen umlernen.
19 Berufe auf einmal kennenlernen
Am Berufsevent vom 16. und 17. November in der Schöntalhalle in Altstätten möchten sowohl Emidio Leone als auch Miriam Frei und Werner Wildhaber Jugendliche im Berufswahlprozess auf interaktive Art und Weise für ihre Branche begeistern. Schliesslich könne man im Betriebsunterhalt 19 Berufe in einer Schnupperlehre kombiniert kennenlernen, betont Leone. Auch die Karrierechancen beurteilt er positiv. So sei es möglich, sich mit wenig Eigenkapital selbständig zu machen. Pflegeberufe böten durch eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten ebenfalls grosses Zukunftspotenzial, ergänzt Miriam Frei: «Die Nachfrage nach Fachkräften in der Pflege ist riesig.» Letizia Wenger, Geschäftsführerin von CIR freut sich, dass die beiden Gaststände den diesjährigen Berufsevent noch vielseitiger machen.
Cyrill Rüegger ist Projektleiter und Berater bei der salcom.biz Public Relations in Bischofszell.
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