Der Blick fürs Wesentliche: Wer will ihn nicht? Genau das haben sich die Gründer Martin Eigenmann und Manuel Scheuber des Start-ups Nalp gedacht. Im Gespräch erzählen sie, mit welchen Herausforderungen sie sich konfrontiert sahen.
Vielen von uns dürften die Probleme bekannt sein: Termine irgendwo übersichtlich einzutragen, kann schnell zur Herausforderung werden. Euer System verspricht eine direkte und intelligente Lösung. Wie sieht die aus?
Mit Nalp wird ein Termin vereinbart, der für den Kunden_innen und den Dienstleister_innen optimal passt. Der Termin wird dabei so intelligent angesetzt, wie das Dienstleister*innen selbst tun würden. Zudem bieten wir viele Zusatzfunktionen an, die weit über einen «Online-Termin-Kalender» hinausgehen.
Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Die Verbreitung von Online-Terminbuchungstools ist aktuell noch sehr gering. Wir selbst schätzen es sehr, wenn wir unsere Dienstleistungen online buchen können. Deshalb haben wir uns gefragt, weshalb solche Lösungen nicht öfters anzutreffen sind. In etlichen Gesprächen haben wir herausgefunden, dass diverse Hürden vorhanden sind. Von grossen Einstiegshürden bis hin zu Angst vor Kontrollverlust haben wir dabei alles angetroffen. Unser Ziel ist es, mit nalp diese Hürden zu überwinden. Wir wollen, dass Dienstleister_innen einfach und unkompliziert Kund_innen eine online Terminbuchung ermöglichen kann.
Wie setzt sich euer Start-up zusammen?
Wir sind zwei Gründer und vier 4 Mitarbeiter*innen/Berater.
Ähnliche Anbieter gibt es mittlerweile einige. Wie gross ist der Konkurrenzdruck, den ihr wahrnehmt?
Es gibt grosse Player, gegenüber denen wir uns klar abgrenzen müssen. Deren Grösse ist gleichzeitig ein klarer Vorteil für uns. Wir haben mehrfach erlebt, dass wir mit Kundennähe, Individualisierung und schnellen Antwortzeiten bei Kund*innen gut ankommen.
Corona hat einiges verändert. Dennoch habt ihr euch diesen Zeitpunkt für die Gründung ausgesucht. Weshalb?
Die Akzeptanz und das Verständnis für «Online» ist jetzt durchaus grösser als noch vor ein paar Jahren. Wir denken aber nicht, dass Corona hier einen grossen Einfluss spielt. Zudem bieten sich auch durch Corona viele Möglichkeiten im Bereich der Terminbuchung. Wäre es nicht einfacher, wegen eines Lockdowns sämtliche Termine mit einem Knopfdruck neu zu vereinbaren?
Wo steht ihr derzeit?
Wir sind sehr weit gekommen und absolut davon überzeugt, dass wir noch viel weiter kommen werden. Unser Produkt wird seit mehr als einem Jahr produktiv eingesetzt und wir erhalten viele positive Rückmeldungen.
Welche sind die grössten Herausforderungen, mit denen ihr zu kämpfen habt?
Wir sind Techniker mit viel Erfahrung in IT und Software – nicht aber in Sachen Marketing und BWL. Aber wir lernen schnell (lacht).
Ihr habt ein Förderpaket von Startfeld erhalten. Wie setzt ihr das Geld ein?
Wir tauschen uns mit unserem super kompetenten Coach, gestellt von Startfeld, aus. Zudem erhalten wir dadurch Zugang zu professioneller Beratung bei Rechtsfragen.
Wie geht es mit euch weiter?
Wir freuen auf den weiteren spannenden Austausch mit unseren Kunden, Startfeld und allen Interessierten. Dadurch erhalten wir enorm spannende Ideen, welche wir jeweils tatkräftig umsetzen, um das Produkt für Dienstleister und Endkunden noch interessanter zu gestalten. Natürlich sind auch die Leser*innen der Ostschweiz dazu eingeladen, nalp.ch zu testen und Feedback zu geben.
Namen im Bild von links nach rechts: Michael, Nicola, Martin, Manuel, Isabel
Manuela Bruhin (*1984) ist Redaktorin von «Die Ostschweiz».
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