Am 10. Juni stimmen wir über die «Vollgeld-Initiative» ab. Das Ja-Lager wird von linken Deutschen massiv unterstützt, von Spaniern und Briten ebenso. Sind deren Ideen grundfalsch?
Das Konzept wäre durchaus zu prüfen, wenn es auf der ganzen Welt zur Anwendung käme. Weil dem nicht so ist, setzen die Urheber das Funktionieren unserer Volkswirtschaft aufs Spiel.
Ich bin jetzt 53 Jahre alt. Seit ich denken kann, habe ich es noch nicht erlebt, dass eine eidgenössische Volksinitiative derart von aussen her beeinflusst worden ist wie diese.
Schauen wir uns deshalb die Hintergründe an.
Die Schweizer Initianten vom «Verein Monetäre Modernisierung» sind mit ausländischen Partnerorganisationen eng verbandelt. Sie sind quasi die Wasserträger des «International Movement for Monetary Reform». Dieses will das Geld «demokratisieren».
Nun missbrauchen die Köpfe des schrullenhaften Verbands unsere direkte Demokratie. Sie haben das erklärte Ziel, das «Geldsystem in den Dienst der Menschen» zu stellen. Tönt gar nicht so schlecht – könnte man meinen. Aber Achtung! Bei Sprüchen von Heilsbringern lohnt es sich immer, genauer hinzuhören.
In der Realität sind die Weisheiten vom «International Movement for Monetary Reform» nur eines: Sozialisten- und Kommunistenrhetorik.
Linkes Zeugs
Im Ausland sind die Linken begeistert, die Anhänger von allerlei Verschwörungstheorien ebenfalls. Sie sammeln Geld wie wild. «Am 10. Juni wird über das Vollgeldsystem in der Schweiz abgestimmt: Eine historische Chance, die wir auch aus Deutschland unterstützen sollten!» Und weiter: «Unterstützen auch Sie die Schweizer Vollgeldinitiative! Die Vollgeld-Kampagne braucht Geld!»
Eingezahlt wird auf ein deutsches Spendenkonto bei der, selbstdeklariert, ersten «Ökobank» der Welt. Seit 2014 ist eine schöne sechsstellige Summe eingefahren worden. Bis im Juni sollen die deutschen Spender voll gemolken werden. Weitere 650 000 Franken sind das Ziel. Für eine Kampagne in der Schweiz, wohlgemerkt.
Abgesehen vom Geld gibt es noch weitere Hilfe aus dem Norden. So werden zum Beispiel «aktive KampagnenmitarbeiterInnen» gesucht. Die werden sich finden lassen.
Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in den nächsten Wochen in Hochdeutsch beschwatzt, bearbeitet und mit Flyern bedient werden. Die «Aktivisten» haben Sprüche wie «Vollgeld mildert die Kluft zwischen Arm und Reich» intus. Und viele weitere Soziparolen.
Ein paar ultralinke Professoren benutzen unser Land als Versuchslabor. Solche Leute schaffen es normalerweise nicht, vernünftige Schweizer zu überzeugen. Es käme nicht gut, wenn das in diesem Juni ändern würde.
Darum: Ja zu einer erfolgreichen Schweiz, Nein zur sozialistischen «Vollgeld-Initiative»!
Roland Rino Büchel (*1965) ist seit 2010 Nationalrat für die SVP des Kantons St. Gallen. Der Rheintaler ist Mitglied der Büros des Nationalrats, der Aussenpolitischen Kommission und Europarats. Er steht für eine klar bürgerliche Politik und war bei der letzten grossen parlamentarischen Auswertung der Ostschweizer Nationalrat mit dem besten Rating.
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