Wie essenziell die Datenversorgung heute ist, merken viele erst, wenn sie nicht mehr funktioniert. Ein weit ausgebautes Glasfasernetz, wie es die Thurcom betreibt, erhöht die Versorgungssicherheit.
Dessen Kabel sind weniger störungsanfällig und der direkte Anschluss von Haushalten macht Ausfälle unwahrscheinlicher als bei herkömmlichen Netzen. So punkten Glasfasern auch gegenüber künftigen und leistungsfähigen Mobilfunknetzen.
Man stelle sich vor: Der Anschluss, der TV und Internet ins Heim bringt, ist eines Abends plötzlich tot. Wer das schon erlebt hat, weiss, es ist über längere Zeit kaum auszuhalten – insbesondere, wenn das mobile Internet mitbetroffen ist. Bei Providern wird Versorgungssicherheit vorausgesetzt: Niemand fragt danach, wenn’s läuft – aber alle reagieren fast panisch, wenn die Datenflüsse versiegen.
Dass man das Kochrezept fürs geplante Dinner nicht laden kann, lässt sich noch kreativ überbrücken. Wenn die Familie ohne TV, Musik, Internet oder Games im Wohnzimmer zusammenkommt, mag man dem – für kurze Zeit – noch Gutes abgewinnen. Funktionieren soziale Medien länger nicht oder wird das Fussballderby verpasst, wird’s kritisch. Sollten dringend Bankgeschäfte gemacht werden, oder wird am Folgetag Homeoffice unmöglich, wird’s richtig ernst. Ein Ausfall von einigen Sekunden verstört, einer von Minuten nervt gewaltig, ein Ausfall von Stunden lässt viele hilflos zurück – und ab dann wird’s existentiell.
Glasfasern bis ins Heim
«Glasfasernetze bieten mehr Versorgungssicherheit als herkömmliche Kabelnetze, die sogenannten Koaxialnetze», weiss Peter Trüby, Leiter der Thurcom. Im ihrem Stammgebiet ist der Ausbau des Glasfasernetzes weit vorangeschritten. Es erstreckt sich im Westen von Aadorf bis Flawil im Osten. Die nördliche Grenze liegt in Affeltrangen, im Süden geht es bis Nesslau. «Wir sind ein kleiner Provider, in puncto Glasfaserausbau und Versorgungssicherheit aber mindestens so gut wie die Grossen.» Je nach Standort ist die Thurcom gar eine Nasenlänge voraus mit Glasfasern bis in die Wohnungen.
Für die Versorgungssicherheit spielt es eine Rolle, wie weit das Glasfasernetz ausgebaut ist. Weltweit sind Glasfasernetze oft nicht bis zum Verbraucher verlegt. Die Schweiz gehört zwar zur Weltspitze bei der Versorgung mit Breitbandinternet über hybride Netze. Bei der Erschliessung aller Haushalte mit Glasfasern gibt es aber Schnellere. Hybride Netze meint, dass die Glasfasern erst bis in Verteilkästen in Strassenzügen oder Quartiere gelegt sind, von wo Koaxial- oder Kupferkabel die Feinverteilung übernehmen. «Im Thurcom-Gebiet sind in vielen Gemeinden bereits alle Haushalte erschlossen und am Endausbau wird unentwegt gearbeitet», so Peter Trüby. An wenigen Orten sieht man noch heute Verteilerkästen entlang von Strassen. Dort müssen die optischen Signale für die letzte Meile in elektrische Signale umgewandelt werden – mit tieferen Übertragungsraten als bei Glasfasern.
Reine Glasfasernetze benötigen keine Verteilerkästen mehr, denn sie funktionieren mit grösseren Reichweiten. «Bei den ersten Koaxialnetzen mussten wir die Signale nach jedem Kilometer aktiv verstärken», erinnert sich Peter Trüby. «Aktive Komponenten wie Knotenpunkte oder Verteilerkästen mussten mit Strom versorgt werden. Ihre Versorgungssicherheit war deshalb anfälliger.» Ein Stromausfall bei einem zentralen Knotenpunkt in der Tiefe des Netzes führte so zu Ausfällen über ganze Gebiete. Bei Störungen an sehr dezentralen Verteilern in kleinen Quartieren gab es hingegen unter Umständen keine Notstromversorgung. Diese Verästelung über so viele Stufen gibt es im Glasfasernetz nicht mehr: Der individuelle Anschluss einer Wohnung führt direkt an einen zentralen Punkt eines grossen Gebietes oder Stadtteils. Das macht Störungen unwahrscheinlicher. Hinzu kommt: Die Koaxialkabel sind technisch gesehen Antennen. Ihre Signale sind viel anfälliger auf Störungen als Glasfasern. «Fiele tatsächlich eine aus, dann wäre nur noch ein Haushalt betroffen, nicht ein ganzes Quartier. Zuvor war es möglich, dass das eigene Internet ausfiel, wenn der Nachbar nicht sachgemäss an seinem Anschluss rumbaselte. Auch das ist vorbei.
Glasfasern – auch die Technologie der Zukunft
Die Überwachung und Instandhaltung des Netzes ist bei Thurcom wichtig. «Da muss man dranbleiben», sagt Peter Trüby. Manche sehnen die reine Datenübertragung per Funk herbei: Ein WLAN-Router mit SIM-Karte und Datenabo sorgt fürs völlig kabellose Vergnügen zuhause. Zukunftsmusik? «Schon bei 3G dachten die ersten, es bräuchte keine Kabel mehr. Jetzt kommt 5G und ich bin überzeugt, dass es nicht den ganzen Datenverkehr der Schweiz wird abwickeln können», so Peter Trüby. In Sachen Versorgungssicherheit blieben Glasfaserkabel erste Wahl. Deshalb erweitert, hegt und pflegt die Thurcom ihr eigenes Netz weiter. Man weiss dort: Es bleibt die beste Versicherung gegen Ausfälle.
Die Thurcom ist Digital Partner des WTT YOUNG LEADER AWARD.
Pascal Tschamper (*1974) ist selbständiger Kommunikationsberater in St.Gallen (Tschamper Kommunikation). Zuvor arbeitete als Kommunikationschef im Bildungsbereich und in diversen Marketing-, PR- und Event-Agenturen in Zürich und St.Gallen.
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