Der Kampf um den Ständerat beginnt. Nur einer hat gar keine Zeit für Wahlkampf.
Am 10. März wählt St.Gallen die Nachfolge von Bundesrätin Karin Keller-Sutter in den Ständerat.
Im Artikel vom 4. Februar mit dem Titel «Hausbesuche bis VIP-Tickets: Darauf setzen die St.Galler Ständeratskandidaten» berichtet das Tagblatt von den Wahlkampf-Methoden der Kandidierenden.
Die Ideen reichen vom Haustürwahlkampf bis zu Briefmarken mit dem Konterfei des Kandidaten. Nur einer hat angeblich gar keine Zeit für Wahlkampf.
Als Regierungsrat und Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen sei er zu stark ausgelastet, um nebenbei noch gross Wahlkampf betreiben zu können, lässt sich CVP-Kandidat Benedikt Würth zitieren.
Da stellt sich mir schon die Frage, wie er nebst diesen Aufgaben, die er ja bekanntlich nicht aufgeben will, noch Ständerat sein will? Und glaubt er tatsächlich gewählt zu werden, ohne die Zeit für einen ernstzunehmenden Wahlkampf aufzuwenden?
Denn von einer angeblichen Favoritenrolle will Beni Würth im Artikel nichts wissen. Beides zeugt von einer gewissen Selbstüberschätzung.
Susanne Vincenz-Stauffacher kann sich als selbstständige Rechtsanwältin ab dem Tag ihrer Wahl auf ihr Mandat konzentrieren. Sie ist sich der grossen Aufgabe, die im Falle einer Wahl auf sie zukommt, bewusst. Deshalb ist Susanne Vincenz-Stauffacher am 10. März meine erste Wahl.
Marco Heiz ist Head Of Sales bei informationen.ch. Er wohnt in St.Gallen.
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