Der St.Galler Regierungsrat wird in der aktuellen «Weltwoche» als Nachfolger von Doris Leuthard gehandelt.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis CVP-Bundesrätin Doris Leuthard ihr Amt abgibt.
Dass sie zurücktritt, hat sie schon vor geraumer Zeit bekanntgegeben. Offen ist derzeit noch, wann sie es tun wird.
Kommt nun die Chance für den St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth?
In der aktuellen «Weltwoche» wird er unter der Rubrik «Kopf der Woche» porträtiert. Und die Ausgangslage für den Journalisten ist klar: «Würth will Bundesrat werden, das versichern alle, die ihn etwas besser kennen.»
Ein klares «Ja» gibt der Ostschweizer Politiker im Gespräch nicht. Ein «Nein» allerdings auch nicht.
«Würth wählt seine Worte mit so viel Bedacht, dass der Gedanke naheliegt, er strebe ein höheres Amt an», schreibt die «Weltwoche» und holt Stimmen von Schweizer CVP-Politikern ein, die versichern, dass der St.Galler absolut das Zeug für dieses Amt hätte.
Würth sei einer der stärksten Regierungsräte der CVP, sagt etwa Parteipräsident Gerhard Pfister.
Bei der CVP St.Gallen ist man laut der «Weltwoche» ausserdem überzeugt, dass Würth SP-Ständerat Paul Rechsteiner bei den Wahlen 2019 schlagen könnte. Ob sich der erfolgsverwöhnte Regierungsrat allerdings auf dieses Duell einlassen würde, ist fraglich.
Und auch Karin Keller-Sutter spielt eine Rolle in diesem Spiel. Jene, die sie als Nachfolgerin von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann verhindern wollen, würden in der Folge eine Kandidatur von Würth unterstützen. Mit Würth wäre die Ostschweiz im Bundesrat vertreten und damit die Türe für Keller-Sutter wohl geschlossen.
Die nächsten Monate werden Klarheit bringen. Es wird spekuliert, dass Doris Leuthard allenfalls schon im September ihren Rücktritt auf Ende Jahr bekanntgeben könnte. Ab dann steht Würth ganz sicherlich noch mehr im Rampenlicht.
Marcel Baumgartner (*1979) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».
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