Ob mit Rad, Kick-Board oder Skateboard: die Beschleunigung in den Kurven sorgt für einigen Adrenalinschub.
Wie Pilze sind sie aus dem Boden geschossen. Dank den Jubiläums-Aktivitäten der St.Galler Kantonalbank und dem Engagement von öffentlicher Hand und Privaten zählt man in unserer Region zahlreiche neue Pumptrack-Anlagen.
Bald beginnen wieder die Sommerferien, und wer zuhause bleibt, sucht sich nebst dem obligaten Besuch von Badeanstalten weitere Freizeit-Tipps.
Für Abwechslung im Ferienalltag sorgen die zahlreichen Pumptrack-Anlagen, die man in der Ostschweiz schon bei geringer Fahrdistanz erreichen kann.
Ein Pumptrack ist eine speziell geschaffene hügelige Strecke, auf der man ohne zu treten durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe Geschwindigkeit aufbaut. Das Gute daran: der Zugang zu den Anlagen ist ohne Eintritt. Wer Anlagen finanziell unterstützen möchte, engagiert sich bei den verschiedenen Betreiber-Vereinen.
Für Anfänger nach Balzers
Der wohl beste Pumptrack für ein erstes Üben ist die Anlage in Balzers. Gelegen direkt unter dem Schloss am Rande eines kleinen Bächleins lässt sich hier das Fahren besonders leicht erlernen.
Leichte Wölbungen laden zu ersten Versuchen ein. Aber auch Geübte kommen auf der relativ kurzen Strecke auf ihre Kosten. Wer nämlich das Tempo erhöht, geniesst die rasanten Fahrtrichtungswechsel und engen Steilwände. Im Zentrum der Freizeitanlage befindet sich zudem eine Bowl für versiertere Fahrerinnen und Fahrer.
Tempo-Track Flawil
Der Pumptrack in Flawil eignet sich dank seiner langen Geraden ebenfalls für Anfänger. Doch die Anlage hat es in sich. Es werden hohe Tempi erreicht, da man nach dem Einstieg über eine lange Gerade den Schwung für die Steilwandkurven aufbaut. Hohes Tempo rächt sich aber bei Stürzen, da starke Fliehkräfte wirken.
Helm und Protektoren sind deshalb beim Pumptrack-Fahren Pflicht. Dank der breiten Piste ist in Flawil zudem einfach, langsamere Fahrer zu überholen. Dabei nehmen Jung und Alt sowie Anfänger und Profis viel Rücksicht aufeinander.
Kurvenspass in Wildhaus, Berneck und Salmsach
Schnelle Richtungswechsel gepaart mit enge Kurven kombinieren die erst kürzlich eröffneten neuen Pumptracks von Wildhaus, Berneck oder Salmsach.
Deren idyllische Lage gibt einen zusätzlichen Reiz. Mit dem Blick auf die Churfirsten, das Weingebiet oder den Bodensee bieten sich auch in den Pausen zwischen den Fahrten optische Landschaftsreize.
Der Fahrspass lässt sich zudem mit dem Klangweg (Wildhaus), einem Ausflug ins nahegelegene Freibad (Berneck) oder einem Bad im Bodensee (Salmsach) kombinieren. In Salmsach findet man zudem eine separate Strecke für die Kleinsten, welche dort separat ihre Kurven üben.
Für Biker nach Münchwilen und Weinfelden
Weniger geeignet für Skateboards, dafür umso besser zu befahren mit dem Bike oder Kickboard sind die Anlagen in Münchwilen und Weinfelden. Während erstere Anlage mit sehr engen Kurven aufwartet und so eine atemberaubende Beschleunigung bietet, so findet man in Weinfelden direkt neben dem Pumptrack eine der grössten BMX-Anlagen der Schweiz vor. Für Abwechslung ist auch hier gesorgt!
Ob mit Rad, Kick-Board oder Skateboard: die Beschleunigung in den Kurven sorgt für einigen Adrenalinschub.
Remo Daguati (*1975) betreut als unabhängiger Berater Standortförderungen sowie Arealentwicklungen im In- wie Ausland. Daneben wirkt er als Geschäftsführer des HEV Kanton und Stadt St.Gallen. Er ist zudem Mitglied (FDP) des Stadtparlaments St.Gallen.
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