Sieben Fragen, sieben Antworten. Manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Tiefe. Heute: SP-Kantonsrat Martin Sailer aus Unterwasser. Der Unternehmer kämpft derzeit mit Einsprachen gegen einen neuen Standort für sein Kleintheater «Zeltainer».
Was war Ihr absolutes Highlight in den vergangenen Tagen?
Für eine dritte Legislatur wiedergewählt zu werden, ist ein superschönes Gefühl. Vor allem, wenn man die Parlamentsarbeit derart gerne macht, wie ich das tue.
Welche Gefühle löst ein solches Highlight jeweils bei Ihnen aus? Und haben Sie das Bedürfnis, es ordentlich zu feiern?
Das sind unbeschreibliche Glücksgefühle und auch eine gewisse Bestätigung. Die Freude wurde aber schwer getrübt durch die Abwahl meines «Kantonsratsgspänlis» Christian Gertsch und den Rechtsrutsch, insbesondere bei uns im Tal. Aber kräftig angestossen haben wir am Abend trotzdem.
Wie gehen Sie mit Niederlagen um? Und welches war die letzte grössere Niederlage?
Ich kämpfe gerade mit Einsprachen gegen einen neuen Standort für mein Kleintheater «Zeltainer». Noch ist die Niederlage nicht besiegelt, aber solche Sachen beschäftigen mich schwer. Intoleranz kann ich nicht ausstehen. Aussagen, wie: «Ich finde es gut, was du machst, aber bitte nicht in unserer Nachbarschaft …» nerven.
Würden Sie von sich sagen, dass Ihre Work-Life-Balance intakt ist? Und falls nicht: Woran liegt es?
Ich denke schon. Durch meine Selbstständigkeit kann ich meine Tage oft selbst einteilen und mein Hund trägt das seinige dazu bei. Zeit mit meinem Sohn und meiner Partnerin ist ebenfalls Gold wert. Pokern, Jassen, Goldwaschen und Tennis sind zum Abschalten perfekt.
Welchen grossen Traum möchten Sie sich noch erfüllen? Und was hat Sie bisher davon abgehalten?
Ich plane einen «Ganzjahres-Zeltainer». Also einen Holzbau, der meinem Zelt nachgebaut ist, um ganzjährig veranstalten zu können. Noch fehlt aber viel viel Geld.
An welchem Punkt in Ihrem Leben hätte die Entwicklung ganz anders verlaufen können. Und wieso?
Da fällt mir spontan nichts ein. Ich mache einfach immer weiter.
Was soll auf keinen Fall auf Ihrem Grabstein stehen?
Hier ruht ein Verhinderer.
Marcel Baumgartner (*1979) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».
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