Die St.Galler CVP kürt den Kandidaten für den Ständerat in Mörschwil. Ein klares Signal für Benedikt Würth.
Spannungsgeladen dürfte die ausserordentliche Delegiertenversammlung der CVP des Kantons St.Gallen nicht ausfallen. Wenn sich die Parteidelegierten am Samstag, 15. Dezember vormittags treffen, gibt es nur ein nennenswertes Traktandum: Die Nomination des Kandidaten für den frei gewordenen Ständeratssitz.
Der St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth stellt sich zur Verfügung, und es wäre ein kleines Wunder, wenn er auf einen Herausforderer treffen würde. Das weiss man auch bei der CVP. Und sie zeigt das überaus deutlich.
Denn die Delegiertenversammlung findet im Gemeindezentrum in Mörschwil statt, dem Ort also, in dem Würth aufgewachsen ist. Die Wahl des Veranstaltungsorts ist kaum zufällig gefallen. Man will Würth nach der offiziellen Nomination gleich eine Art Dorffest bescheren. Ein solches ist zwar nicht traktandiert, aber es ist anzunehmen, dass die Mörschwiler «ihren» Beni nicht ohne einen ordentlichen Applaus gehen lassen.
Gewählt ist Würth damit noch nicht. Er wird bis zum 10. März neben dem Regierungsamt Wahlkampf betreiben müssen. Denn von der SVP wie von der FDP ist mit Gegenkandidaturen zu rechnen.
Stefan Millius (*1972) ist freischaffender Journalist.
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