Gemäss Artikel in der «SonntagsZeitung» spielen die Spesenbezüge von Pierin Vincenz eine wichtige Rolle in den Ermittlungen.
Die Zürcher Staatsanwaltschaft versucht, Pierin Vincenz ungetreue Geschäftsbesorgung nachzuweisen. Im Mittelpunkt stehen umstrittene Firmenkäufe.
Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, werden aber auch die «teilweise horrenden Spesenbezüge von Vincenz» untersucht.
In mindestens einem Fall seien rund 10'000 Franken Spesen ausbezahlt worden. Das alleine wäre noch keine Untersuchung wert. Nur: Die Auszahlung erfolgte gemäss Berichterstattung alleine aufgrund eines A4-Blattes, auf dem lediglich der Betrag und der Hinweis «Spesen» vermerkt waren. Ein Beleg fehlte scheinbar.
Abgezeichnet worden sei das «Dokument» von dem damaligen Verwaltungsratspräsidenten Johannes Rüegg-Stürm.
Es stellt sich die Frage, wieso hier weder die Revision noch die Compliance nach einem entsprechenden Beleg für die hohe Summe verlangt haben.
Diese und weitere Fragen werden aktuell von der Zürcher Staatsanwaltschaft untersucht.
Marcel Baumgartner (*1979) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».
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