Während des Zweiten Weltkriegs kam es in der Ostschweiz zu mehreren Landungen und Abstürzen von Militärflugzeugen. Heute in unserer Serie: Ein Bomber mit dem Kennzeichen EP-D und dem Übernamen «Raunchy», der nach einem Einsatz in den Bodensee stürzte und in der Schweiz verschrottet wurde.
In seinem Buch widmet sich der Ostschweizer Dani Egger den Landungen und Abstürzen von fremden Militärflugzeugen in der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. «Die Ostschweiz» schildert in einer Serie einige Ereignisse aus unserer Region. Als Vertiefung finden Sie hier das Interview mit Dani Egger. Das Buch bestellen können Sie hier.
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Der Bomber der 8th Air Force, 100th Bomb Group mit dem Kennzeichen EP-D und dem Übernamen «Raunchy» ist nach einem Einsatz über Stuttgart bei Romanshorn in den Bodensee gestürzt, gehoben und in der Schweiz verschrottet worden. Die Maschine wurde von 1LT Sam R. Turner und Bill Freund geflogen.
Der Bombenschütze 2LT Vance R. Boswell erinnert sich: «Die deutschen Jäger überfielen uns wie ein Schwarm Bienen und wir hatten keine Chance. In 300 Fuss Höhe und nur noch einem Motor flogen wir über Friedrichshafen über den Bodensee Richtung Schweiz. Es reichte nicht mehr bis zum Ufer, aber die Landung auf dem See war perfekt. Die B-17 brach in der Mitte auseinander, aber wir konnten noch alle aussteigen. Die Schweizer kamen uns sofort mit Booten entgegen und holten uns aus dem Wasser.»
Der Kugelturmschütze SGT Joseph F. Maloney wurde schon im Luftkampf getötet und ging mit der Maschine unter. Am 20.September 1943 wurde das Flugzeug gehoben und am 16.Oktober 1943 wurde Joseph F. Maloney auf dem Friedhof von Bad Ragaz beigesetzt. Als die Crew in Adelboden interniert war, nannten sie ihr Hotel Camp Maloney, was dann auch bis zum Kriegsende übernommen wurde.
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