Wenn das St.Galler Figurentheater Anfang September wieder zum Fussball-Kino wird, wird es das letzte Mal sein. Nach knapp zehn Jahren sagen die Fussballlichtspiele St.Gallen Adieu.
Im vergangenen Jahr kamen die Fussballlichtspiele St.Gallen nach einer langen Pause zurück. Zuvor hatten die Coronapandemie und anschliessende Anlaufschwierigkeiten – insbesondere wegen Problemen bei der Locationsuche – zu einer Absage des Festivals in den Jahren 2020, 2021 und 2022 geführt. «Trotz der erfolgreichen Rückkehr im September 2023 haben wir uns entschieden, dass dieses Jahr die letzte Austragung des St.Galler Fussballfilmfestivals stattfindet», schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung.
Seit der ersten Durchführung 2015 habe sich viel verändert. «Wir haben mehrfach den Termin des Festivals und einmal die Location gewechselt. Das Team hinter dem Festival hat sich mal vergrössert, mal verkleinert, blieb aber im Gerüst immer konstant», heisst es darin weiter. Trotz Versuchen sei es nicht gelungen, tragbare Strukturen für ein nachhaltiges Fortbestehen des Festivals zu bilden. «Weil uns das Festival aber dennoch sehr am Herzen liegt, wollen wir es nicht still beerdigen, sondern mit einem Knall verabschieden.»
Diesen Knall soll das Programm – wie immer bestehend aus Filmen, Gesprächen und weiteren Inhalten – vom 5. bis zum 7. September bieten. Eine wichtige Rolle wird die Nummer 7 spielen. Nicht nur, weil es die 7. Austragung des Festivals sein wird, sondern weil die Zahl 7 speziell ist. Das gilt einerseits für Alltägliches: Eine Woche hat 7 Tage, die 7 ist eine Primzahl, in vielen Weltregionen ist die 7 eine Glückszahl. Sie wird in Märchen (die 7 Zwerge hinter den 7 Bergen) genauso verwendet wie in Filmen («Sieben») oder Liedern («Über 7 Brücken musst du gehen»). Wenn etwas 7 Mal vorkommt, wird es schnell mystisch (die 7 Weltwunder).
Das gilt andererseits aber auch für den Fussball: Wohl jedem Fussballfan kommt ein Spieler oder eine Spielerin mit der Rückennummer 7 in den Sinn. Einige nehmen die Nummer gleich in ihre persönliche Marke auf, wie es der Superstar Cristiano Ronaldo (CR7) tut, aber auch die Schweizer Nationalspielerin Alisha Lehmann führt die Zahl in ihrem Instagram-Account im Nutzernamen. «So weit gehen wir nicht. Aber: Die 7. Fussballlichtspiele werden 7 Filme zeigen, haben 7 Überraschungen bereit und schliessen am 7. September für immer die Türen - um dann in der Nacht auf den 8. September die Festivalgeschichte gebührend zu feiern.»
Stattfinden wird das Festival wie letztes Jahr im St.Galler Figurentheater im Linsebühl-Quartier.
(Foto: Archiv)
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