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E-Trottinett-Pilotprojekt in der Stadt St.Gallen

«Die Nachfrage ist während der ganzen Testphase stetig gestiegen»

Am Sonntag ist vorläufig Schluss mit den öffentlichen Leih-E-Trottinetts in der Stadt St.Gallen. Der Anbieter Voi, Partner der Stadt St.Gallen, hofft wenig überraschend auf eine Fortsetzung im Frühling. Vorher gibt es eine Auswertung, bei Voi zieht man aber bereits jetzt eine positive Bilanz.

Die Ostschweiz am 31. Oktober 2019

Drei Monate lang konnte man sich in der Stadt St.Gallen ein E-Trottinett schnappen, damit herumfahren und es an einem beliebigen Ort wieder abstellen. Alles, was dazu nötig war, konnte mit einer Smartphone-App geregelt werden. Die Stadt wollte mit dem Pilotprojekt herausfinden, ob die elektrischen Roller eine Option für die Zukunft für die Fortbewegung innerhalb der Stadt sein könnten. Rund 100 E-Trottinette des schwedischen Elektromobilitätsanbieters Voi standen zur Verfügung.

Nach Abschluss der Testphase werden die gewonnenen Daten und Erkenntnisse ausgewertet, danach wird entschieden, ob und wie es weitergeht (wir haben berichtet). Von Seiten VOI ist man natürlich bestrebt, dass aus dem Versuch ein fixes Angebot wird. Man würde gern mit den neuesten Leih-Scooter-Modellen nach St. Gallen zurückkehren, schreibt das Unternehmen.

Die Voraussetzungen dafür werden als gut beurteilt. «Aus unserer Sicht hat alles gut und reibungslos funktioniert. Die Nachfrage ist stetig gestiegen und wir hatten keinerlei Probleme mit Vandalismus. Damit konnten wir zeigen, dass unsere E-Trottinette eine sinnvolle und umweltfreundliche Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs sind», sagt Claus Unterkircher, General Manager bei Voi Technology für den DACH-Raum, in einem ersten Statement nach dem dreimonatigen Pilotbetrieb in St. Gallen. Bereits Mitte Oktober verzeichnete der Sharing-Dienstleister in der Schweiz laut eigenen Angaben rund 100'000 Fahrten, wobei sich die Nutzer auch von fallenden Temperaturen nicht abschrecken lassen.

Claus Unterkircher

Claus Unterkircher von Voi.

Geht es nach Unterkircher, will Voi im Frühjahr nach St. Gallen zurückkehren und nachhaltige Mobilität für die erste und letzte Meile dann im Regelbetrieb anbieten. «Da die gemeinsame Evaluierung mit der Stadt noch bevorsteht, kennen wir die nächsten Schritte noch nicht. An einer etwaigen Ausschreibung werden wir uns aber ganz bestimmt beteiligen und sehen einer solchen auch sehr positiv entgegen”» zeigt sich Unterkircher optimistisch, die Voi-Trottinette im Frühjahr 2020 wieder nach St. Gallen bringen zu können. 

Dann sollen jedoch schon die neuen «Voiager»-Modelle, die unter anderem den Vorteil einer längeren Akkulaufzeit haben, zum Einsatz kommen. «Europaweit konnten wir vor einigen Wochen die 10-Millionen-Fahrten-Marke knacken. Das Erreichen dieses Meilensteins hat uns noch einmal gezeigt, wie gross das Interesse an alternativen Mobilitätsangeboten ist, gerade auch in der Schweiz», betont Unterkircher. Insgesamt ist Voi in 40 europäischen Städten und elf Ländern aktiv, in der Schweiz ist das aktuell in Winterthur der Fall. Dabei soll es 2020 nicht bleiben, Voi plant, sein Angebot in der Schweiz auszuweiten.

Die zentrale Idee ist die, die «erste und letzte Meile» umweltfreundlich zurückzulegen, also die Lücken im öffentlichen Nahverkehr zu schliessen. Das E-Trottinett soll also beispielsweise für die Strecke zwischen zwei Bahn- oder Busstationen dienen - und dort das Auto überflüssig machen. VOI verweist auf eine erste Nutzerbefragung, wonach je nach Stadt 26 bis 41 Prozent der Nutzer vorher anstatt mit dem E-Trottinett mit dem Auto gefahren seien. 

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