Das Duell zwischen FDP und CVP im Ständeratswahlkampf ist lanciert. FDP-Kandidatin Susanne Vincenz hat heute ausgeteilt. Nun bezieht Benedikt Würth auf Anfrage von «Die Ostschweiz» Stellung.
In einem Interview mit dem «Tagblatt» hat die FDP-Ständeratskandidatin Susanne Vincenz-Stauffacher verschiedene Kritikpunkte zu ihrem Kontrahenten, CVP-Regierungsrat Benedikt Würth, äussern können.
Würth konnte dazu bisher keine Stellung beziehen.
«Die Ostschweiz» hat ihn gebeten, zu drei zentralen Punkten seine Meinung zu äussern.
Im wesentlichen geht es dabei um folgende Aussagen von Susanne Vincenz im «Tagblatt»-Interview:
1. «Ich bin eine Frau aus der Privatwirtschaft. Benedikt Würth hat eine Verwaltungskarriere gemacht. Das ist ein anderes Profil.»
2. «Wir sollten uns bewusst sein, dass die Frauen in der Politik gut vertreten sein sollten und nicht nur ehemalige Regierungsräte. Davon hat es genug.»
3. «Ich staune, wie er das alles (Anmerkung der Redaktion: Ständerat und gleichzeitig Regierungsrat) unter einen Hut zu bringen gedenkt. Benedikt Würth ist ein Tausendsassa. (…) Mein Vorteil ist es, dass ich vom ersten Tag weg voller Kraft Ständerätin sein könnte.»
Würth hat dazu am Samstag-Abend Stellung bezogen.
«Stadtpräsidium und Regierungsrat sind nach meinem Verständnis politische Führungsaufgaben. Ich fühle und verstehe mich nicht als Teil der Verwaltung», beginnt er seine Aussführungen. Zum Thema ehemaliger Regierungsrat und Doppelbelastung sagt Würth: «Es handelt sich um einen üblichen Vorgang, der letztmals bei der Wahl von Karin Keller Sutter (2011/2012) auch so ablief. Sie war damals während beschränkter Zeit Ständerätin, Regierungspräsidentin und Präsidentin der Konferenz der kant. Justiz- und Polizeidirektoren.»
Wahlen sind gemäss Würth Wettbewerbe um Profile. «Ich muss nicht die Profile von anderen Kandidierenden kommentieren», so der St.Galler Regierungsrat.
Und abschliessend: «Die Wählerinnen und Wähler entscheiden, welches Profil am besten für die Aufgabe als Ständerat passt.»
Fortsetzung folgt.
Marcel Baumgartner (*1979) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».
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