Die FDP schickt für die Bundesratswahlen vom 5. Dezember Ständerätin Karin Keller-Sutter und Ständerat Hans Wicki ins Rennen. Die Ostschweizerin gilt als Favoritin, was bei der Besetzung dieses Amtes durchaus ein Nachteil sein kann.
An ihrer heutigen vorsessionalen Sitzung hat die Fraktion intensiv über die Ausgestaltung des Tickets für die Bundesratsersatzwahlen vom 5. Dezember 2018 debattiert. Sie hat beschlossen, der Bundesversammlung eine Auswahl von zwei Personen zu präsentieren.
Nach laut FDP-Mitteilung «intensiven Diskussionen» fiel die Wahl auf Ständerätin Karin Keller-Sutter und Ständerat Hans Wicki.
Nicht geschafft hat es bei der Nomination durch die FDP-Fraktion Regierungsrat Christian Amsler.
Bei der FDP kommt es also offiziell zum Duell zwischen Nidwalden und St.Gallen.
Wicki, der seine Kandidatur vor einem Monat bekannt gegeben hat, wurde im November 2015 in den Ständerat gewählt. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Allgemein gilt Karin Keller-Sutter als klare Favoritin.
Bei Bundesratswahlen aber, bei denen National- und Ständeräte als Wahlgremium auch gerne ihre Macht demonstrieren, kann das mitunter auch zum Nachteil werden.
Nicht selten wollen einzelne Parteien ein Zeichen setzen, indem sie einer favorisierten Kandidatin oder einem favorisierten Kandidaten in den ersten Wahlgängen ihre Stimme verweigern.
Solche Spielchen könnten der St.Galler Ständerätin gefährlich werden.
Und den Frauenbonus kann sie nur noch zu Teilen in die Waagschale werfen.
Denn als Nachfolgerin von CVP-Bundesrätin Doris Leuthard dürfte eine Frau gesetzt sein.
Die CVP setzt auf ein Zweierticket mit Viola Amherd und Heidi Z'graggen.
Marcel Baumgartner (*1979) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».
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