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Aus der Serie «Die schönsten Schweizer Dörfer» – In der Hügellandschaft am Fusse des Gäbris lädt der Ort Trogen mit seinen stattlichen Gebäuden wie den Zellweger Schlössern zum Entdecken ein. Hier fand früher die Landsgemeinde statt: die politische Abstimmung per Handzeichen auf dem Hauptplatz.
Hinweis: Dies ist ein Beitrag aus der Serie «Die schönsten Schweizer Dörfer». Der gleichnamige Verein hat kürzlich einen Reiseführer mit den 43 schönsten Destinationen veröffentlicht. Er kann hier zum Vorzugspreis bestellt werden.
Die typischen kleinen Häuser von Trogen sind rund um den majestätischen zentralen Platz angeordnet, wo elegante Paläste dem Ort einen Hauch von „Klein-Wien“ verleihen. Das Dorf ist vertikal gebaut mit einem zentralen Kern, der von kleinen gewundenen Strassen durchzogen ist, die in einer Mischung aus Gärten und verstreuten Wohnhäusern auf- und absteigen. Rund um den Landsgemeindeplatz, wo sich die Einwohner bis 1997 zur Abstimmung per Handzeichen versammelten, stehen sich vorindustrielle Steinpaläste gegenüber und erinnern an die Dynastien wohlhabender Kaufleute, die mit Textilien ihr Glück machten: die Zellweger und Honnerlag.
Diese Kaufleute prägten das wirtschaftliche und politische Leben der ganzen Region mit Trogen als Handelszentrum. Sie kontrollierten Niederlassungen in Lyon, Genua und Barcelona und leisteten Pionierarbeit bei der Industrialisierung von Textilien. Eine Vormachtstellung, die sich in den Palästen widerspiegelt, die sie im Zentrum des Städtchens errichten liessen und deren Geschichte im alten Waschhaus erzählt wird, das heute zu einem Informationszentrum umgebaut wurde. Auf dem gleichen Platz beeindruckt auch die Barockkirche mit ihrer Fassade aus imposanten Säulen, die den Zugang zu prächtigen Innenausstattungen ermöglichen.
Die verschiedenen architektonischen Stile des Dorfes koexistieren in perfekter Harmonie und machen es zu einer bebauten Stätte von grossem Denkmalwert, die im nationalen Inventar (ISOS) aufgeführt ist. Die komplette Neupflasterung des Zentrums rundet den Ort ästhetisch ab, als ob das Gasthaus Krone nicht schon reizvoll genug wäre. Eine Reihe von Gassen führt hinter die Kulissen des opulenten Bauwerks, wo gemütliche, typische Appenzeller Häuser die monumentalen Bauten des Hauptplatzes ablösen. Erde, Gras und Kieselsteine ersetzen Kopfsteinpflaster und der Stadtbau verläuft plötzlich ins Ländliche.
Wenn man die Hauptstrasse des Dorfes hinaufgeht, kann man eine schöne Reihe von Fassaden mit weissen Holzarbeiten und Fenstern bewundern. Weiter oben auf dem Hügel befindet sich das Kinderdorf Pestalozzi, das auf der Spitze des Hügels blüht und zu Trogens Berühmtheit beigetragen hat. Waisenkinder aus den vom Zweiten Weltkrieg schwer getroffenen Ländern wurden in grosser Zahl aufgenommen. Die Umgebung ist so magisch wie das Dorf selbst.
Die Appenzeller Hügel steigen und fallen in einer sanften Teilung mit dem intensiven Blau des Bodensees in der Ferne. Der 1247 Meter hohe Berg Gäbris dominiert die gesamte Region und begrüsst Wanderer, die einen Tag in der freien Natur geniessen wollen. Trogen ist all das: die Kombination aus einem aussergewöhnlichen Dorf mit starkem historischem Charakter sowie beeindruckenden Gebäuden und der Sanftheit einer natürlichen Umgebung, in der Milchkühe einen bekannten Käse produzieren
Wussten Sie schon?
Nach der Teilung des Appenzeller Landes (1597) wurde Trogen zum Hauptort von Appenzell Ausserrhoden, zum Sitz de Landsgemeinde und des Gerichts sowie Versammlungsort des Kleinen und Grossen Rates.
Nicht zu verpassen
Die monumentale Barockkirche
Zellweger Gemeindehaus
Pestalozzi-Dorf
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