Der Kommunikationsberater Klaus J. Stöhlker hat im «Club» von SRF die Vorbildung von Karin Keller-Sutter kritisiert.
Die einstige Tätigkeit von Karin Keller-Sutter als Konferenzdolmetscherin sei keine ausreichende Basis für das Amt eines Bundesrats: In diesem Sinn äusserte sich Klaus J. Stöhlker, Kommunikationsberater und leidenschaftlicher Einmischer, im SRF-«Club». Damit sprach er ihr kurzerhand die Eignung als Bundesrätin ab.
Die Aussage erstaunt. In früheren Beiträgen in seinem persönlichen Blog hatte sich Stöhlker immer wieder begeistert von der St.Gallerin gezeigt. Bei ihrem ersten Anlauf in den Bundesrat sprach er von einer «smarten St.Galler Kandidatin». In Bezug auf die FDP nannte er sie eine «Hoffnungsträgerin für die Partei». Sie habe eine «unheimliche Energie», liess er sich in einem Interview verlauten. Und so weiter.
Ob der Gesinnungswandel bestimmte Gründe hat, ist offen. Möglicherweise berät Stöhlker derzeit gerade einen anderen Aspiranten für das hohe Amt. Ausser ihm hat der ehemaligen Regierungsrätin jedenfalls noch niemand die Qualifikation abgesprochen. Kritik an ihr kam stets angesichts der politischen Linie, und das von der Gegenseite - aber nicht aufgrund ihres beruflichen Vorlebens.
Stefan Millius (*1972) ist freischaffender Journalist.
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